Revolutionärer Block auf der 1. Mai – Demo

Auch dieses Jahr heißt es wieder am 1. Mai: All power to the people!

***Revolutionärer Block auf der DGB-Demo***
Treffpunkt: 9.30 Uhr Gewerkschaftshaus Schwanthalerstr. 64

Der 1. Mai ist weltweit der Kampftag aller arbeitenden Menschen. An diesem Tag gedenken wir der Opfer des Massakers 1886 auf dem Haymarket in Chicago, des Blutmais 1929 in Berlin und all derer, die täglich für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen kämpfen müssen. Die Essenz des kapitalistischen Systems ist die Ausbeutung der Ressourcen Mensch und Ökosystem, dies betrifft uns alle. Das Kapital (z.B. die BesitzerInnen von Banken und Konzernen) greift unsere Lebensbedingungen an: mit Tarifflucht, Lohndumping, prekären Jobs, Mieterhöhungen usw. Das ist Klassenkampf von oben. Wir Lohnabhängige sollen die Kosten der Krise bezahlen – Für die Profite der Reichen!
Nicht nur in Griechenland, Spanien und Portugal hat dieses „Krisenmanagement“ schon Millionen Menschen in Armut und Elend gestoßen. Kapitalistische Ausbeutung und Kriege um Einflusszonen zwingen Millionen Menschen zur Flucht aus ihren Heimatländern. Im Kampf gegen Ausbeutung lassen wir uns nicht spalten in „Deutsche“, „Flüchtlinge“, „GriechInnen“ etc. Unsere Solidarität mit allen Lohnabhängigen kennt keine Grenzen – wir kämpfen gemeinsam, für gleiche Rechte und ein menschenwürdiges Leben für alle!
Das geht nicht mit „Sozialpartnerschaft“ und „Standort-Politik“, sondern nur durch organisierten Klassenkampf von unten, mit Massen-, General- und politischen Streiks, direkten Aktionen und zivilem Ungehorsam. Wir kämpfen für eine freie, nachhaltige und solidarische Gesellschaft, in der die Produktionsmittel, die Rohstoffe und das Land von allen gemeinsam verwaltet werden und in der es weder Ausbeutung noch Unterdrückung gibt. Es ist genug für alle da – wenn wir die kapitalbesitzende Klasse enteignen und ihre Banken, Betriebe und Mietshäuser in öffentliches Eigentum umwandeln.

Vortrag & Diskussion: Revolutionäre Gewerkschaftsarbeit Heute

Ein langjähriger Gewerkschaftsaktivist aus einer deutschen Industrieregion wird einen Vortrag halten. Gemeinsam wollen wir über folgende Fragen diskutieren:

Was ist revolutionäre Gewerkschaftsarbeit heute? Wie kann sie in den DGB-Gewerkschaften umgesetzt werden? Wie sollen bzw. können revolutionäre Linke dort agieren? Wie können wir die Verbindung zwischen Gewerkschaften und der außerparlamentarischen Linken schaffen? Wie können weitere gesellschaftliche Themen in die Gewerkschaften eingebracht werden? Wie können wir mit den Machtverhältnissen im Gewerkschaftsapparat umgehen, sie aushalten oder sogar nutzen? Welche revolutionären Methoden und Taktiken brauchen wir heute, um uns als Arbeiter*innen zu organisieren? Wie kann Gewerkschaftsaktivismus dort aussehen, wo es keine Werkstore gibt?

Montag 23. April 2018 – 19.30 Uhr
Kulturladen Westend

Ligsalzstr. 44 80339 München
(U-Bahn Schwanthalerhöhe)

VeranstalterInnen:
Initiative Revolutionärer 1. Mai & aktive GewerkschafterInnen

Vortrag & Diskussion: Revolutionäre Gewerkschaftsarbeit heute

Aktionstag gegen Union Busting bei Nordsee

Die „Initiative Arbeitsunrecht“ organisiert am 13.4. einen bundesweiten Aktionstag. Immer am Freitag den 13. wird ein Unternehmen ausgewählt, das sich besonders durch Behinderung von Gewerkschaftsarbeit und miserable Arbeitsbedingungen hervorgetan hat. Aktueller „Preisträger“: Der Fahrrad-Essenslieferservice Deliveroo und die Restaurantkette „Nordsee“.

Warum wurde die Nordsee GmbH für den Aktionstag Schwarzer Freitag, 13. April 2018 nominiert?

  • Betriebsratsbehinderung mit perfiden Tricksereien
  • Niedriglohn, der in die Altersarmut führt
  • Förderung des Rechtsradikalismus durch Unternehmer Theo Müller
  • Sozialschädliche Steuerflucht

Die Restaurantkette hat 2018 nach eigenen Angaben 315 Filialen in Deutschland und 33 in Österreich. Dort arbeiten 4.800 Mitarbeiter, die direkt bei der Nordsee GmbH angestellt sind. Weitere 1.200 Personen arbeiten für Franchise-Partner.

Das Nordsee-Management deklarierte langjährige Betriebsratsmitglieder und aussichtsreiche Kandidaten vor der anstehenden Betriebsratswahl 2018 kurzerhand zu Führungspersonal um. Sie wurden systematisch unter Druck gesetzt, entsprechende Schriftstücke zu unterzeichnen.

Der Hintergrund: Leitende Angestellte können nicht zum Betriebsrat gewählt werden. Deren Zahl habe sich bei Nordsee plötzlich verzehnfacht, berichtet die NGG. Die Darstellung der Gewerkschaft deutet auf kriminelle Methoden hin (Nötigung u.a.).

Es darf als äußerst fraglich gelten, dass Filialleiter einer Imbiss-Kette vor dem Arbeitsgericht tatsächlich als leitende Angestellte bewertet werden. Kritierien sind: a) das Recht eigenständig Einstellungen und Entlassungen vornehmen können, b) Prokura zu besitzen oder c) ein Gehalt zu beziehen, das an Geschäftsführer oder Manager heran reicht.

Ferner wäre zu begründen, woher der plötzliche Sinneswandel des Nordsee-Managements in der Betrachtung der Filialleiter rührt. Es handelt sich nach unserer Überzeugung um ein fadenscheiniges Manöver, die Betriebsratswahlen zu beeinflussen und zu sabotieren. Das Nordsee-Management hat mutwillig den Grundstein zu Wahlanfechtungen und monatelangen gerichtlichen Querelen gelegt, um die etablierte Betriebsratsstruktur zu schwächen. Vermutlich heißt es in zwei Jahren von Seiten des Managements: Die Betriebsräte verursachen nur Gerichtstermine, Anwaltskosten und Scherereien, machen aber nichts für die Belange der Beschäftigten.

Kommt alle am 13.4. um 16 Uhr zum Stachus!

Mit Solidarität und Entschlossenheit gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Union Busting!

https://aktion.arbeitsunrecht.de/de/schwarzer-freitag/nordsee